Die Jagd auf Gamswild und Kitze beginnt am 1. September und dauert bis zum 31. Dezember.
Die Gämse gehört zur Familie der Hornträger (Bovidae). Ihre Hörner wachsen während des gesamten Lebens und werden niemals abgeworfen.
Die Hörner sind Hautbildungen und bestehen aus dem Hornzapfen, einem Nerv und der Hornscheide aus verhornter Haut. Sowohl Männchen als auch Weibchen tragen Hörner. Bei den Männchen sind sie stärker zum Scheitel hin gebogen, an der Basis dicker und bilden ausgeprägte Haken. In den ersten vier Lebensjahren wachsen die Hörner am schnellsten, besonders im zweiten und dritten Jahr; danach beträgt das Wachstum nur noch etwa ein bis zwei Millimeter pro Jahr.
Beschreibung: Der Körper ist kräftig und kompakt. Die Tiere sind sehr beweglich und können selbst schwierigstes Gelände überwinden. Dank starker Muskeln und elastischer Hufe sind sie ausgezeichnete Kletterer und Springer. Ihre Knochen sind leicht und porös.
Das Sommerfell ist hellbraun bis gelblich, das Winterfell dagegen nahezu schwarz. Beide Geschlechter tragen einen deutlich sichtbaren dunklen Streifen, der von der Schnauze über die Augen bis zu den Ohren und Hörnern verläuft. Der obere Teil des Kopfes, die Wangen, ein Teil des Halses und die Region unter dem Schwanz sind hell, weißlich bis cremefarben. Entlang der Wirbelsäule zieht sich eine schmale Linie aus dunklerem Fell.
Die Gamsböcke besitzen einen ausgeprägten Bart oder Gamsbart, einen Streifen längerer Haare entlang des Rückens, der als Jagdtrophäe geschätzt wird.
Größe: Die Schulterhöhe beträgt 75 bis 80 Zentimeter, die Körperlänge 110 bis 130 Zentimeter, und der Schwanz kann bis zu zehn Zentimeter lang werden.
Gewicht: Eine Gamsgeiß wiegt bis zu 35 Kilogramm, ein Gamsbock kann ein Gewicht von bis zu 45 Kilogramm erreichen.
Lebenserwartung: 20 bis 25 Jahre.
Verbreitung: Die Gämse ist in Europa und Kleinasien heimisch, insbesondere in den Alpen und Karpaten. In Kroatien lebt sie in Teilen des Gorski kotar und des kroatischen Küstenlandes. Früher kam sie auch im Velebit und in Teilen Dalmatiens vor, doch intensive Bejagung führte dort zum Verschwinden der Bestände. Später wurde sie im Velebit und im Biokovo wiederangesiedelt, wo sich die Populationen erfolgreich erhalten haben.
Lebensraum: Die Gämse kommt in Höhenlagen von 400 bis 3.000 Metern vor, überwiegend im Gebirge. Sie lebt auf felsigen Berggipfeln, nutzt aber auch sanfte bewaldete Hänge. Bevorzugt werden Bergweiden, Schluchten, dichte Bergwälder und ruhige Gebiete mit reichhaltiger Äsung, Schutz vor Feinden und günstigen Bedingungen bei schlechtem Wetter.
Ernährung: Die Gämse ist anspruchslos. Sie frisst Gräser und Beeren auf Bergwiesen und Weiden, knabbert Knospen, leckt gern Salz und nimmt nur selten Wasser auf.
Verhalten: Durch ihr außergewöhnliches Gehör und ihren ausgezeichneten Geruchssinn – bei günstigem Wind kann sie einen Feind auf einen Kilometer Entfernung wittern – sowie ihr sehr gutes Sehvermögen ist es nahezu unmöglich, sich ihr im offenen Gelände unbemerkt zu nähern. Sie nimmt jede Bewegung wahr.
Die Tiere leben in Rudeln. Weibchen bleiben mit Jungtieren bis zu einem Alter von zwei Jahren zusammen, während sich junge Männchen in eigenen Gruppen mit anderen Böcken zusammenschließen. Alte Gamsböcke leben meist einzelgängerisch. Im Herbst können sich jedoch Rudel von bis zu einhundert Tieren bilden, die von einer alten und erfahrenen Geiß geführt werden. Die Gämse ist tagsüber aktiv und äst vor allem morgens und gegen Abend.
Paarung: Die Brunft beginnt im November und Dezember und dauert drei bis fünf Wochen. Je ungünstiger das Wetter ist, desto kürzer und intensiver verläuft sie. Die Tiere erreichen nach 18 Monaten die Geschlechtsreife, paaren sich jedoch gewöhnlich erst ab dem dritten Lebensjahr. Die Männchen kämpfen mitunter um die Weibchen. Während der Brunft schwellen ihre Drüsen hinter den Ohren an und sondern ein geruchsintensives Sekret zur Markierung des Reviers ab.
Die Geiß trägt sechs Monate und setzt im Mai oder Juni ein bis zwei Kitze. Bereits wenige Stunden nach der Geburt kann das Kitz der Mutter durch schwieriges Gelände folgen. Es bleibt das ganze Jahr bei ihr.
Lautäußerungen: Meckern zwischen Geiß und Kitz, Pfeifen als Warnsignal bei möglicher Gefahr, begleitet von Stampfen mit dem Fuß, sowie ein Schrei, wenn das Tier verletzt ist.
Die Jagdzeiten und Jagdmethoden dienen nur zur Über unsrmation. Verbindliche Termine, Genehmigungen und Bedingungen werden nach den geltenden Vorschriften und den Regeln des jeweiligen Jagdreviers bestätigt.