Lov na šakala

Goldschakaljagd

Die Jagd auf den Goldschakal ist in Bosnien und Herzegowina das ganze Jahr über, vom 1. Januar bis zum 31. Dezember, erlaubt.

Die Tiere breiten sich unaufhaltsam aus. Nach Ansicht vieler Jäger liegen die Gründe unter anderem im Verbot, Fallen aufzustellen, sowie darin, dass Schakale seltener erlegt werden, seit sie gemeinsam mit Wölfen dem Hochwild zugeordnet werden.

In den vergangenen zwanzig Jahren ist die Schakalpopulation in Bosnien und Herzegowina kontinuierlich gewachsen; in den letzten Jahren hat die Zahl dieser Tiere regelrecht explosionsartig zugenommen. Ihr Verbreitungsgebiet erweitert sich ständig, sodass der Schakal heute auch Regionen besiedelt, in denen er früher niemals vorkam. Das Auftreten von nur wenigen Tieren in einem Gebiet bedeutet nach einigen Jahren fast sicher, dass dort Dutzende, möglicherweise sogar Hunderte leben werden. Die genaue Zahl lässt sich kaum feststellen. Das verlässlichste Zeichen für Schakale in einem Jagdrevier ist ein plötzlicher Rückgang zunächst des Hasenbestands und anschließend der natürlich aufgewachsenen Fasanen, außerdem der Fund von Überresten des Rehwildes, besonders von Kitzen. Im Rudel greift der Schakal auch Frischlinge an, ist dabei jedoch vorsichtig, weil Bachen ihre Jungen aggressiv verteidigen. Jäger und Jagdreviernutzer versuchen, diese Entwicklung einzudämmen, doch trotz des Einsatzes Einzelner ändert sich der Trend nicht: Der Schakal breitet sich weiter aus und vermehrt sich mit geometrischer Geschwindigkeit, während eine wirksame Lösung nicht in Sicht ist. Große organisierte Schakaljagden haben die Bestände nicht deutlich reduziert; vielmehr sind solche Treibjagden häufig zu Gelegenheiten für jagdliche Zusammenkünfte geworden. Der Schakal ist zu listig und vorsichtig, um sich von Dutzenden oder Hunderten Jägern einkreisen zu lassen. Treibjagden führen meist nur zur Erlegung einiger weniger Tiere, und dieser Verlust wird durch neue Würfe der Weibchen schnell ausgeglichen. Als wirksamste Methode gilt die Einzeljagd durch Ansitz an den Bauen, in denen die Tiere leben, oder an einem Luderplatz. Eine solche Jagd erfordert jedoch große Ausdauer. Es gibt zudem Fälle, in denen die Leitungen mancher Jagdvereine aus unterschiedlichen, berechtigten oder unberechtigten Gründen Genehmigungen für diese Jagdart vermeiden oder nur sehr eingeschränkt erteilen. Hinzu kommen Vorschriften, nach denen ein Jäger bei der Einzeljagd von einer fachkundigen Begleitperson begleitet werden muss, was die Bekämpfung dieses Beutegreifers zusätzlich erschwert. Der Mensch ist sein einziger wirklicher Feind; andere natürliche Feinde gibt es kaum, abgesehen vom Wolf, der nur in wenigen Revieren vorkommt. Neben der Bejagung gab es vereinzelt Fälle, in denen Menschen, möglicherweise aus Verzweiflung, Schakale vergifteten. Dies ist unverantwortlich und streng verboten. Die Lage in den Jagdrevieren und die vom Schakal verursachten Schäden haben alarmierende Ausmaße erreicht. Es scheint nicht mehr fern, dass die Tiere auf der Nahrungssuche zunehmend auch in Höfe eindringen. Besonders eindringlich ist das Heulen der Schakale, wenn sie sich in den späten Abendstunden gegenseitig rufen, bevor sie gemeinsam zur Jagd aufbrechen.

Die Jagdzeiten und Jagdmethoden dienen nur zur Über unsrmation. Verbindliche Termine, Genehmigungen und Bedingungen werden nach den geltenden Vorschriften und den Regeln des jeweiligen Jagdreviers bestätigt.